TIANSHI

 

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Sanddornkernöl- Herzblut des Kaisers

Der sonnenliebende Sanddornbusch ist ein richtiger Überlebenskünstler.


Er gedeiht selbst auf Kies- und Sandböden und kann Hitze, Kälte und Trockenheit überstehen. Eine kleine Spezies wächst sogar noch in Höhen von 5000 Metern am Nordhang des Mt. Everest.


Wie der Name verrät, wächst der Strauch gern auf Sanddünen am Meer, an Fluß- und Bachufern. Auch Böschungen sind natürliche Standorte. In neuerer Zeit wird er auch in Gärten und Parkanlagen gepflegt. „Dorn", weil seine Äste und Zweige dornig und sparrig sind. Seine Blätter ähneln jenen der Weide, schmale und unterseits weißsilbrig behaart. Die unscheinbaren Blüten bringen nach der Befruchtung kleine, leuchtend orangerote Beeren hervor, die sauer schmecken. Sie enthalten wechselnde Mengen an Vitamin C, Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe und E-Vitamin, Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Flavonoide, Anthocyane. In den Samen findet man fettes Öl. Bei den Tibetern, Sibirern und Mongolen ist es seit Jahrtausenden
als Volksheilmittel in Gebrauch. Aus der Zeit Dschingis Khans trägt es den Namen
"Herzblut des Kaisers."

Sanddornbeeren wurden als ein wertvolles Lebensmittel lange verkannt. Das mag an der schwierigen Ernte liegen: Die Sanddornbeeren können nicht einfach gepflückt
werden, da sie fest am Holz haften. Die Früchte würden beim Pflücken zerstört werden

Für die professionelle Ernte werden die dicht an dicht mit Früchten behangenen Äste abgeschnitten und bei minus 40 °C schockgefroren. Im tiefgefrorenen Zustand kommen diese auf eine Rüttelmaschine, wo die Beeren durch die mechanische Bewegung vom Holz getrennt
werden. Erst dann können die Beeren weiter verarbeitet werden.


Die Botanik der Beeren ist in den Gebieten Asiens eine andere als die in Europa. Auf Grund der großen Hitze im Sommer und der Fröste im Winter enthalten die Sanddornbeeren dort weniger Wasser. Die Beeren würden sonst platzen. Statt dessen haben sie einen höheren
Ölanteil. Dies erklärt, wieso in Europa vor allem Saft und Mus aus dem Fruchtfleisch genutzt werden, nicht aber das Sanddornöl, das in Europa fast unbekannt ist.


Interessant ist die besondere Zusammensetzung der Öle, die aus den Beeren gewonnen werden. Während bei uns die Verwendung der Sanddornöle kaum bekannt ist, wird das Öl in der Heimat des Sanddorns, vor allem in Tibet, schon seit mehr als 1.200 Jahren genutzt. Innerliche und äußere Verwendung für Haut und Schleimhäute sind überliefert und inzwischen auch wissenschaftlich belegt.


Das hochreine Sanddornkernöl aus dem nussartigen Samenkern wird extrem schonend durch eine CO2-Extraktion gewonnen. Dadurch ist gewährleistet, daß alle natürlichen Inhaltsstoffe unverändert bestehen bleiben. CO2 - Extraktion ist eine relativ neue Methode. Sie
eignet sich für Nutzpflanzen, die von Natur aus ölig sind. Diese Methode verwendet komprimiertes (stark zusammengepreßtes) Kohlendioxid, was ein ausgezeichnetes Lösungsmittel der öligen Bestandteile ist. Bei diesem Prozeß sind die Pflanzen keinen hohen Temperaturen ausgesetzt, und wenn der Druck nachläßt, geht das Kohlendioxid einfach zurück in die Atmosphäre. Keine Umweltverschmutzung, keine Chemikalien, keine Hitzebelastung der Pflanzen und das beste überhaupt, der Prozeß kann ein extrem breites Inhaltsspektrum der öligen und harzigen Stoffe extrahieren. Der Extrakt ist nicht nur frei von jedweden Lösungsmitteln,sondern ist auch außerordentliche konzentriert und enthält ein breites Wirkungs spektrum. Darüber hinaus zeigen bestimmte CO2-Extrakte und Inhaltsstoffe ungewöhnlich lange Haltbarkeit.

Das extrahierte Öl ist dünnflüssig und von gelbroter Farbe. Es ist haltbarer als das aus Fruchtfleisch gewonnene Öl. Seine Inhaltsstoffe sind vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie Linolsäure (ca. 37%), Linolensäure (ca. 27%) und viele mehr (siehe Tabelle).

 

Eine gute Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist allgemein positiv für viele Körperprozesse. Sie verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, so daß es dünnflüssiger wird und durch bereits verengte kleinste Blutgefäße strömen und die Gewebe dort wieder besser versorgen kann. So verhindern sie, daß Blutplättchen zu Thromben (Blutpfropfen) verklumpen, die die Blutversorgung vollkommen unterbrechen könnten.


In den westlichen Industrieländern ist die Zufuhr meist eher zu hoch als zu niedrig. Allgemein benötigen Erwachsene wenigstens 1 bis 2 Prozent ihrer täglich aufgenommenen Kalorien in Form von mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt, 2,5 Prozent der täglichen Gesamtenergie in Form von essentiellen Omega-6-Fettsäuren aufzunehmen. Für eine optimale Gesundheit gehen ernährungsbewusste Mediziner von 12 bis 14 Prozent mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Omega-6 und Omega-3-
Fettsäuren zusammen) der Tagesgesamtkalorien aus. Dabei gilt es, die "richtige" Balance zu halten. Ein zu starkes Übermaß an Omega-6-Fettsäuren kann viele Körperprozesse stören und beispielsweise Entzündungen verschlimmern. Wichtig ist das ausgewogene Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren. Die Ernährungsgesellschaften Deutschland, Österreichs und der Schweiz geben in ihren „Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr“ (2000) für alle Altersgruppen, einschließlich Schwangeren und Stillenden ein Verhältnis für Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren von 5:1 an. Das mengenmäßige Verhältnis der beiden Fettsäuretypen zueinander spielt eine wichtigere Rolle als die absolute Menge selbst.


Im Laufe der Menschheitsgeschichte - vor allem in den letzten hundert Jahren - hat sich aber ein Ungleichgewicht entwickelt, welches sich als fatal erweisen könnte. Während die Ernährung der Steinzeitmenschen noch ein Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren zu den Omega-6-Fettsäuren von ca. 1:1 aufwies, hatte die Kost vor hundert Jahren noch ein Verhältnis Omega-3/Omega-6 von 1:3 bis 1:10 - dies wird noch als befriedigend angesehen -, aber die Menschen in modernen Industriegesellschaften ernähren sich mit so viel Linol- und Arachidonsäure und gleichzeitig so wenig Omega-3-Fettsäuren, daß ihre Diät sehr oft ein Verhältnis Omega-3/Omega-6 von 1:10 bis 1:50 hat. Eigentlich ist es dann kein Wunder, wenn die Entzündungskrankheiten in unserer Gesellschaft immer mehr überhand nehmen.


Unter den Pflanzenölen ist Sanddornkernöl das einzige Öl, das die Anforderungen an das optimale Verhältnis Omega-3/Omega-6 erfüllt und mit 1:1 dieses sogar überbietet!

 

 
 


Linolsäure (Omega-6-Fettsäure)


Die Linolsäure ist eine essentielle Omega-6-Fettsäure, die der Mensch nicht selbst herstellen kann. Sie muß täglich mit ca. 5 bis 7 Gramm (bzw. 2 bis 2,5 Prozent der täglichen Gesamtenergie) über die Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Bedarf kann, z.B. bei Streß oder bedingt durch den Ernährungsstatus, steigen. So sollte bei einem hohen Konsum von Olivenöl oder von gesättigten Fetten die tägliche Zufuhr von Linolsäure erhöht werden. Viele orthomolekulare Therapeuten gehen heute von einem optimalen Bedarf an 9 bis 18 Gramm Linolsäure pro Tag aus. Linolsäure fördert die Energiebildung im Körper und kann die Erholungszeit der Muskeln nach intensiven Körperübungen verkürzen. Sie ist am Stoffwechsel des Sauerstoffs beteiligt und hilft, elektrische Ströme zu generieren, die das Herz in regelmäßiger Folge schlagen lassen. Linolsäure ist ein essentieller Bestandteil der Zellmembranen (Zellwände), sie trägt zu ihrer Flüssigkeitsversorgung bei. Linolsäure ist auch für die Gesundheit der Haut wichtig, und sie ist an der Bildung von Prostaglandinen beteiligt. Diese sind u.a. für das Wachstum und die Regeneration der Zellen nötig. Sie tragen auch dazu bei, Cholesterin zu regulieren und unterstützen die gute Funktion der Blutplättchen. Linolsäure kann außerdem fettlösliche Toxine zur Haut, zur Lunge, zu den Nieren und zum Darm transportieren, wo sie ausgeschieden werden können. Patienten mit Diabetes mellitus sind möglicherweise nicht fähig, aus Linolsäure GLS zu bilden, weil sie ein dafür benötigtes Enzym (Delta-6-Desaturase) nicht herstellen können. Ein starker Mangel an Linolsäure kann mit erhöhter Anfälligkeit für Infektionen und Herzkrankheiten verbunden sein und auch Leber- und Nierenschwächen verursachen. Er kommt jedoch eher selten vor. Negative gesundheitliche Folgen können auch stark übermäßige Zufuhren haben. Sie können u.a. das Risiko für Schlaganfälle erhöhen und eventuell kanzerogen wirken.


Alpha-Linolensäure (ALA; Omega-3-Fettsäure)


Die essentielle mittelkettige ALA (üblich ist die englische Abkürzung von alpha-linolenic acid) kommt vor allem in grünen Blattgemüse, Leinsamen, Weizenkeimen, Sojabohnen und Walnüssen vor. Die optimale Aufnahme liegt bei 2 bis 9 Gramm ALA täglich, eine Menge, die mit der Ernährung oft nicht erreicht wird. ALA-Ergänzungen können die Zufuhr verbessern und sichern. Der Bedarf kann bei starker körperlicher Belastung, z.B. Leistungssport, deutlich höher sein. ALA ist ein Bestandteil von Phospholipiden und am Fettstoffwechsel beteiligt und trägt vor allem zur Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln bei.


Andere Bestandteile


Sanddornöl zeichnet sich zudem durch einen sehr hohen Anteil an Tocopherolen (Vitamin E), an Vitamin K und an Carotinoiden (Provitamin A) aus. Tocopherole und Carotinoide wirken als natürliche Antioxidantien und schützen unseren Körper vor freien Radikalen.
Vitamin K - der Buchstabe steht für Koagulation, was lateinisch "Gerinnung" bedeutet. Damit ist bereits die wichtigste Funktion dieses Vitamins genannt: Ohne Vitamin K - keine Blutgerinnung. Der Nährstoff hat die Aufgabe, stets für die gleich bleibende Konzentration des
Blutgerinnungsstoffes zu sorgen. Neben der Blutgerinnung ist Vitamin K ferner für den Knochenaufbau und für gesunde Zähne wichtig. Vitamin K ist hitzebeständig, jedoch sehr lichtempfindlich.


Wenn man von Vitamin K spricht, dann meint man eigentlich die beiden natürlichen Vitamine der K-Gruppe: Vitamin K1 und Vitamin K2. Während Vitamin K1 mit pflanzlicher Nahrung in den menschlichen Organismus gelangt, wird das Vitamin K2 im Darm durch die Darmbakterien gebildet. Erwachsene und Kinder können also einen Teil ihres Vitamin K-Reservoirsselbstständig durch Bakterien im Darm produzieren. Ein Neugeborenes, dessen Verdauungstrakt noch nicht ausreichend ausgebildet ist, kann nicht genügend von diesem Vitamin selbst erzeugen. Der Nährstoff muß somit von Außen aufgenommen werden. Gestillte Kinder sind besonders gefährdet, da die Muttermilch im Vergleich zur Fertignahrung auf Kuhmilchbasis einen geringen Vitamin K-Gehalt aufweist. Das neugeborene Baby verfügt damit über sehr niedrige Vitamin K-Reserven in seinem Organismus.


Bei schwerwiegenden Leber sowie chronischen Magen- Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kann es zu einem Vitamin K-Mangel kommen. Vitamin K-Mangel führt dazu, daß Wunden länger und intensiver bluten, blaue Flecken schneller entstehen, leichte Blutungen
im Magen-Darm-Trakt auftreten können und bei Frauen die Menstruationsbeschwerden deutlicher zutage treten.


Weiterhin verfügt das Sanddornkernöl über geringe Mengen an Calcium, Magnesium, Zink, Selen und Iod.


Als wünschenswerten Nebeneffekt kleidet Sanddornöl die gesamte Schleimhaut des Magen-Darmtraktes wie ein schützender Film aus. Dies verdanken wir der einzigartigen Haftung des Sanddornöls auf alle Oberflächen. So wird die Magenschleimhaut vor zu starker Reizung geschützt und die übermäßige Säurebildung vermindert.


Aber auch äußerlich angewendet, ist das Kernöl sehr gesund. Es soll entzündungshemmend und antibakteriell wirksam sein, zum Beispiel bei Akne und Hautallergien helfen und die Wundheilung beschleunigen (Einsatz in der Schönheitschirurgie zum Beispiel nach Entfernung von Tätowierungen, nach Laserbehandlungen). Sanddornkernöl verfügt über eine besonders hohe Konzentration der seltenen Omega-7-Fettsäure Palmitoleinsäure. Palmitoleinsäure ist ein wichtiger Bestandteil der Haut. Dadurch zieht das Öl rasch in die Haut ein,
hält sie geschmeidig und schützt vor eindringenden Keimen.

 

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